Berufsunfähigkeitsversicherung
Statistisch wird jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland vor dem Rentenalter berufsunfähig. Die häufigsten Ursachen sind psychische Erkrankungen (32 %), Erkrankungen des Bewegungsapparats (21 %) und Krebs (15 %). Die staatliche Erwerbsminderungsrente reicht zum Leben nicht aus — eine BU-Versicherung schließt die Lücke.
Die wichtigste Absicherung für Ihre Arbeitskraft
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist eine Personenversicherung, die eine monatliche Rente zahlt, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Sie leistet frei von der Ursache — ob Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall. Die Stiftung Warentest stuft die BU als die wichtigste Absicherung nach der Privathaftpflicht ein.
Die staatliche Absicherung reicht bei Weitem nicht: Die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente in Deutschland liegt bei nur rund 950 Euro im Monat. Davon lassen sich weder Miete noch Lebenshaltungskosten bestreiten. Alfred Lohmann, freier Versicherungsmakler in Arnsberg (Hochsauerlandkreis, NRW), empfiehlt eine BU-Rente von mindestens 75 Prozent des Nettoeinkommens — idealerweise abgesichert bis zum Renteneintrittsalter.
Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es auf die Details an: Verzicht auf abstrakte Verweisung bedeutet, dass der Versicherer dich nicht auf einen anderen Beruf verweisen darf. Nachversicherungsgarantien erlauben es, die Rente bei Gehaltserhöhung oder Familienzuwachs ohne erneute Gesundheitsprüfung anzupassen. Und eine rückwirkende Leistung ab Beginn der Berufsunfähigkeit sichert dich auch dann ab, wenn die Meldung einige Monate dauert.
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Bei der BU kommt es auf die Details an: Gesundheitsfragen, Berufsgruppe, Klauseln. Ein Online-Vergleich allein reicht hier nicht. Lass dich persönlich beraten — kostenlos und unverbindlich.
Beratungstermin vereinbaren →Schließ die BU möglichst früh ab — idealerweise in jungen Jahren bei guter Gesundheit. Je jünger und gesünder du bist, desto günstiger ist der Beitrag. Vorerkrankungen können zu Ausschlüssen, Zuschlägen oder sogar Ablehnung führen. Eine ehrliche und vollständige Beantwortung der Gesundheitsfragen ist dabei Pflicht.
Häufige Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung
Wie hoch sollte die BU-Rente sein?
Die BU-Rente sollte mindestens 75 Prozent deines aktuellen Nettoeinkommens betragen. Bei einem Nettoeinkommen von 2.500 Euro pro Monat wären das also mindestens 1.875 Euro BU-Rente. Bedenke: Im Leistungsfall fallen zwar einige berufsbedingte Kosten weg, aber die Fixkosten für Miete, Versicherungen und Lebenshaltung bleiben.
Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Die Kosten einer BU-Versicherung hängen stark vom Beruf, Alter, Gesundheitszustand und der gewünschten Rentenhöhe ab. Ein 30-jähriger Büroangestellter zahlt für eine BU-Rente von 1.500 Euro pro Monat etwa 40 bis 80 Euro monatlich. Handwerker und körperlich Arbeitende zahlen deutlich mehr. Gerade deshalb lohnt sich Ein freier Vergleich.
Was bedeutet Verzicht auf abstrakte Verweisung?
Der Verzicht auf abstrakte Verweisung bedeutet, dass der Versicherer dich im Leistungsfall nicht auf einen anderen, theoretisch ausübbaren Beruf verweisen darf. Ohne diesen Verzicht könnte der Versicherer argumentieren, dass du zwar deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst, aber theoretisch einen anderen Job machen könntest — und deshalb nicht zahlen. Dieses Merkmal sollte in jedem guten BU-Tarif enthalten sein.
Kann ich eine BU mit Vorerkrankungen abschließen?
Grundsätzlich ja, aber Vorerkrankungen können zu Leistungsausschlüssen, Risikozuschlägen oder einer Ablehnung führen. Als freier Makler kann ich anonyme Voranfragen bei mehreren Versicherern stellen und so den Anbieter finden, der deine gesundheitliche Situation am fairsten bewertet — ohne dass Ablehnungen in der Versicherungsdatenbank gespeichert werden.