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Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung sichert die Familie oder den Partner finanziell ab, falls der Hauptverdiener stirbt. Für einen 30-jährigen Nichtraucher gibt es 200.000 Euro Todesfallschutz bereits ab ca. 5 Euro pro Monat — eine der günstigsten und wichtigsten Absicherungen überhaupt.

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Finanzielle Sicherheit für Ihre Familie

Die Risikolebensversicherung ist eine reine Todesfallversicherung: Sie zahlt die vereinbarte Versicherungssumme an die Hinterbliebenen aus, wenn die versicherte Person während der Vertragslaufzeit stirbt. Im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung gibt es keine Sparkomponente — und genau das macht sie so günstig. Für junge Familien und Immobilienbesitzer ist sie nach Einschätzung von Stiftung Warentest unverzichtbar.

Besonders wichtig ist die Risikolebensversicherung für Familien mit Kindern, Paare mit gemeinsamer Immobilienfinanzierung und Alleinverdiener-Haushalte. Wenn der Hauptverdiener ausfällt, muss die Familie den Kredit weiter bedienen, die Kinder versorgen und den Alltag finanzieren. Die gesetzliche Witwenrente beträgt in der Regel nur 55 bis 60 Prozent der Rente des Verstorbenen — das reicht selten aus.

Alfred Lohmann, freier Versicherungsmakler in Arnsberg (Hochsauerlandkreis, NRW), empfiehlt als Faustregel eine Versicherungssumme vom drei- bis fünffachen des Bruttojahreseinkommens. Bei einer laufenden Immobilienfinanzierung sollte mindestens die Restschuld abgedeckt sein. Der Vertrag sollte bis zum Ende der Finanzierung oder bis zur finanziellen Freiheit in der Produktauswahl der Kinder laufen.


Tipp vom Makler

Nichtraucher zahlen bei der Risikolebensversicherung bis zu 50 Prozent weniger als Raucher. Die meisten Versicherer definieren als Nichtraucher, wer seit mindestens 12 Monaten nicht geraucht hat. Wenn du gerade aufgehört hast, kann es sich lohnen, ein Jahr zu warten und dann als Nichtraucher abzuschließen.

Häufige Fragen zur Risikolebensversicherung

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Als Faustregel gilt das drei- bis fünffache des Bruttojahreseinkommens. Bei einem Bruttojahreseinkommen von 50.000 Euro wären das also 150.000 bis 250.000 Euro. Wer eine Immobilie finanziert, sollte zusätzlich die Restschuld des Kredits berücksichtigen. Für eine Familie mit zwei Kindern und einer Immobilienfinanzierung von 300.000 Euro kann eine Versicherungssumme von 400.000 bis 500.000 Euro sinnvoll sein.

Was kostet eine Risikolebensversicherung?

Eine Risikolebensversicherung ist überraschend günstig. Ein 30-jähriger Nichtraucher zahlt für eine Versicherungssumme von 200.000 Euro bei einer Laufzeit von 25 Jahren etwa 5 bis 15 Euro pro Monat. Raucher zahlen ungefähr das Doppelte. Der Beitrag steigt mit dem Eintrittsalter, daher gilt: Je früher du abschließt, desto günstiger.

Brauche ich als Paar zwei Verträge?

In den meisten Fällen ja. Zwei separate Verträge (sogenannte Über-Kreuz-Versicherung) sind flexibler und steuerlich günstiger als ein gemeinsamer Vertrag. Bei der Über-Kreuz-Variante schließt jeder Partner einen Vertrag auf das Leben des anderen ab — die Auszahlung ist dann in der Regel erbschaftsteuerfrei. Ich berate dich, welche Variante für deine Situation am sinnvollsten ist.

Wird die Risikolebensversicherung von der Bank verlangt?

Banken verlangen bei einer Immobilienfinanzierung häufig eine Risikolebensversicherung als Sicherheit — allerdings musst du nicht den Tarif der Bank nehmen. Ein freier Vergleich lohnt sich: Die Beiträge unterscheiden sich je nach Anbieter um bis zu 50 Prozent bei identischer Leistung. Die Versicherungssumme kann dabei an die sinkende Restschuld angepasst werden (fallende Summe), was den Beitrag zusätzlich senkt.

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