Damit dein Einkommen weiterläuft, wenn du es nicht kannst.
Wenn du länger krank bist, reicht die Zahlung deiner Krankenkasse nicht — oder sie fängt gar nicht erst an. Krankentagegeld schließt diese Lücke. Ich zeige dir, welche Variante in deiner Situation sinnvoll ist — gesetzlich oder privat, als Angestellter, Selbstständiger oder Praxisinhaber.
In welcher Situation bist du?
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Gesetzlich oder privat — wo liegt der Unterschied?
Krankentagegeld gibt es in zwei Welten. Die eine ist ein Wahltarif deiner gesetzlichen Kasse, die andere ein eigener Vertrag bei einem privaten Versicherer. Die Unterschiede sind größer, als viele denken.
| Kriterium | GKV-Krankengeld & Wahltarif | PKV-Krankentagegeld |
|---|---|---|
| Gesundheitsprüfung | Nein — du wirst aufgenommen | Ja — Fragen zu Vorerkrankungen |
| Leistungshöhe | max. 70 % Brutto (höchstens 90 % Netto), gedeckelt durch die Beitragsbemessungsgrenze (2026: 5.512,50 € / Monat) | frei wählbar bis Höhe des Nettoeinkommens |
| Leistungsdauer | max. 78 Wochen innerhalb von 3 Jahren, dann Schluss | meist unbegrenzt — bis du wieder arbeitsfähig bist oder in Berufsunfähigkeit übergehst |
| Karenzzeit (ab wann Leistung?) | ab 43. Tag (nach 6 Wochen Lohnfortzahlung); Wahltarif für Selbstständige individuell | frei wählbar: 15., 22., 29., 43. Tag oder später |
| Beitrag | Zusatzbeitrag zur Kasse, einkommensabhängig | kalkuliert nach Eintrittsalter, Gesundheit, Höhe, Karenzzeit |
| Kündbar | in der Regel jährlich | mit Altersrückstellungen — langfristig angelegt |
| Passt zu | Angestellte, hauptberuflich Selbstständige in GKV | PKV-Vollversicherten, Selbstständigen mit höherem Einkommen, Heilberufen in eigener Praxis |
Kurz gesagt: Die GKV ist einfacher zugänglich, aber begrenzt — in Höhe und Dauer. Die PKV kostet mehr an Aufwand am Anfang (Gesundheitsprüfung), liefert dafür passgenaue Höhe und im Ernstfall auch über 78 Wochen hinaus Geld.
Deine Lücke ist größer, als sie auf dem Papier aussieht
Zwei Dinge gehen in der schnellen Rechnung fast immer unter — aus der Praxis weiß ich: genau hier wird es eng, wenn es länger als sechs Wochen dauert. Besonders für Familien und junge Angestellte mit schmalen Rücklagen. Und ganz besonders für Solo-Selbstständige: nicht arbeiten können bedeutet oft schlicht null Einkommen — ohne Puffer, ohne Lohnfortzahlung. Entspannter haben es nur Unternehmer, die ein eingespieltes Team und delegierbare Strukturen aufgebaut haben.
Deine Fixkosten machen keine Pause
Miete oder Kreditraten, Leasing, Strom, Kindergarten, Unterhalt für nicht erwerbstätige Partner, Versicherungsbeiträge — all das läuft weiter. Wer sein Budget bisher sauber aus dem regelmäßigen Einkommen geplant hat, bei dem fehlen nach sechs Wochen Lohnfortzahlung schlagartig mehrere hundert Euro. Ohne Rücklagen entsteht ein Druck, der die Genesung spürbar bremst.
Krankheit kostet zusätzlich
Zuzahlungen bei Medikamenten, privatärztliche Behandlungen, Heilmittel, Nachsorge, Rehabilitation, Fahrten — all das kommt zum Einkommensausfall noch obendrauf. Je ernster oder länger die Erkrankung, desto deutlicher. Und: Das Gesundheitssystem wird für Patienten nicht günstiger, die Tendenz geht in die andere Richtung.
Die eigentliche Belastung ist nicht nur weniger Einkommen — sondern gleichzeitig mehr Ausgaben. Der Rechner unten berücksichtigt beides.
Wie hoch sollte dein Tagessatz sein?
In 30 Sekunden bekommst du einen belastbaren Richtwert — als Basis für das Gespräch über den richtigen Tarif. Die genaue Höhe feilen wir danach gemeinsam.
Gib dein Nettoeinkommen ein, um deinen Absicherungsbedarf zu sehen.
Gib deinen Jahresgewinn nach Steuer ein, um deinen Tagessatz zu sehen.
Stand: April 2026. Richtwert nach aktuellen Beitrags- und Leistungssätzen · Faustformeln, ersetzt keine individuelle Beratung · Beitragsbemessungsgrenze KV 2026: 5.512,50 € / Monat (gilt als Deckel für gesetzliche Leistungen). Sozialversicherungssätze und Bemessungsgrenzen werden regelmäßig überprüft.
Rücklagen sind genauso wichtig wie die richtige Police
Den versicherbaren Teil decken wir mit dem Krankentagegeld ab — sauber, rechtssicher, im Rahmen des Bereicherungsverbots. Den Rest deckt niemand automatisch ab: die Mehrausgaben, die laufen, während du genesen solltest. Genau deshalb gehört eine ruhige Finanzplanung neben die Versicherung.
Liquidität, die wirklich greifbar ist
Eine Rücklage für Krankheitsfälle muss innerhalb weniger Tage verfügbar sein — nicht erst, wenn der nächste Ankauf-Termin steht oder eine Fondsanteilsrückgabe durch ist. Entscheidend sind Systeme, bei denen du ohne große Fragen auf dein Geld zugreifen kannst.
Rücklage statt Police bei den Mehrausgaben
Zuzahlungen, Heilmittel, Nachsorge, Fahrten — diese Beträge sind nicht versicherbar, aber planbar. Für Angestellte sind das oft 100 bis 400 € im Monat, für Selbstständige mit Praxis entsprechend mehr. Rücklagen dafür gehören in jede strategische Finanzplanung.
Altersvorsorge & Vermögensbildung mitdenken
Eine Finanzplanung, die bei akuten Krankheitskosten trägt, hilft dir auch bei allem, was danach kommt: Altersvorsorge, steuerliche Optimierung, Vermögensaufbau mit liquiden Bausteinen — einschließlich Edelmetallen, wenn sie so aufgesetzt sind, dass du sie bei Bedarf schnell anteilig entnehmen kannst.
Wenn wir das Krankentagegeld anschauen, schauen wir in der Regel auch mit auf die Finanzplanung dahinter — ohne Druck, ohne Produktverkauf, sondern als Überblick, wo du stehst und was noch fehlt.
Mehr dazu: Altersvorsorge · Berufsunfähigkeit · Edelmetalle als liquider Baustein
Dein Fall — konkret
Angestellter · gesetzlich versichert
Wenn du angestellt bist, zahlt dein Arbeitgeber die ersten sechs Wochen den Lohn weiter. Ab dem 43. Tag übernimmt deine Krankenkasse — allerdings nur anteilig. Das Krankengeld beträgt in der Regel 70 % deines Bruttoeinkommens, maximal aber 90 % deines Netto. Die Differenz zu deinem normalen Nettoeinkommen bleibt an dir hängen. Wer Kredit, Familie oder feste Monatsausgaben hat, merkt das schnell.
Was ein privates Krankentagegeld macht: Es zahlt genau die Lücke, die die Kasse offen lässt — ab dem Tag, an dem das Krankengeld beginnt (typisch 43. Tag).
Selbstständig · gesetzlich versichert
Wenn du hauptberuflich selbstständig und freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung bist, hast du seit 2009 die Wahl: mit oder ohne Krankengeld. Ohne Krankengeld-Tarif zahlt deine Kasse keinen Cent, wenn du ausfällst — auch nicht nach sechs Wochen.
Deine Optionen:
- Gesetzlicher Wahltarif Krankengeld — meist ab dem 43. Tag, Höhe an Brutto/Netto gekoppelt, dafür keine Gesundheitsprüfung.
- Privates Krankentagegeld — früher beginnend (z. B. ab dem 15. Tag), passgenaue Höhe, Gesundheitsprüfung nötig.
- Kombination aus beidem — für schnellen Schutz ab Tag 15 und zugleich niedrigeren Beitrag.
Faustformel für deinen Tagessatz:
Betriebseinnahmen − Betriebsausgaben − Einkommensteuer (ggf. Kirchensteuer)
= das Einkommen, das du absichern solltest.
Geteilt durch 365 ergibt das deinen sinnvollen Tagessatz.
Genaue Zahlen bekommst du am einfachsten von deiner Steuerberatung —
ich rechne mit dir, welcher Tagessatz am Ende bezahlbar bleibt.
Privat versichert
In der privaten Krankenversicherung ist Krankentagegeld meistens Bestandteil oder direkt zubuchbar — die Frage ist selten „ob“, sondern „wie hoch“ und „ab wann“. Beides solltest du regelmäßig überprüfen, gerade wenn dein Einkommen gestiegen ist. Ein zu niedriger Tagessatz ist eine der häufigsten unbemerkten Unterversicherungen, die ich in der Beratung sehe.
Faustregel: Der vereinbarte Tagessatz sollte deinem tatsächlichen Nettoeinkommen entsprechen — nicht dem, was du vor drei Jahren verdient hast.
Unternehmer
Als Unternehmer trägst du Verantwortung für dich, deine Familie und oft auch für Mitarbeiter. Ein langer Ausfall trifft dich doppelt — persönlich, weil das Einkommen wegbricht, und unternehmerisch, weil Entscheidungen liegen bleiben. Krankentagegeld ist einer der Bausteine, mit dem du zumindest die persönliche Seite ruhig stellst.
In der persönlichen Absicherung von Unternehmern arbeite ich gerne und auf Augenhöhe mit dir: Krankentagegeld, Berufsunfähigkeit, Altersvorsorge, Vermögensaufbau über Edelmetalle. Für betriebliche Versicherungen außerhalb des Heilwesens schaue ich mir den Einzelfall an — und sage dir offen, ob ich das selber begleite oder dich an einen Spezialisten verweise.
Mehr zu Berufsunfähigkeit · Altersvorsorge · Edelmetalle zum Vermögensschutz
Heilberufe in eigener Praxis
Wenn deine Praxis stillsteht, laufen Miete, Personal, Leasing und Beiträge weiter. Krankentagegeld ersetzt dein Einkommen — Praxisausfall deckt die laufenden Praxiskosten. Beides gehört in der Regel zusammen gedacht.
Typische Berufe, mit denen ich arbeite:
- Ärzte (Human- und Zahnärzte)
- Heilpraktiker
- Physiotherapeuten
- Ergotherapeuten
- Logopäden
- Osteopathen & Heilmasseure
- Psychologische Psychotherapeuten
- Hebammen & Entbindungspfleger
Je nach Krankenversicherungsform (PKV, GKV, freiwillig GKV) sieht die sinnvolle Konstruktion unterschiedlich aus. Wichtig ist, dass die Karenzzeit deines Krankentagegelds zu der Lohnfortzahlung passt, die du dir selbst auferlegst — und dass bei Praxisausfall nicht beide Versicherungen dieselbe Woche doppelt zahlen.
Warum ausgerechnet ich für Heilberufler? Ich bin seit vielen Jahren Ehemann einer Fachärztin mit eigener Privatpraxis — ich erlebe Praxisalltag, Vertretungsregelungen, Kassenabrechnung und die stillen Risiken, die zwischen Medizin und Versicherung liegen, aus nächster Nähe mit. Das hilft, wenn wir über deine konkrete Situation reden.
So arbeiten wir zusammen
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1
Kurzgespräch
15 bis 20 Minuten — per Telefon, Video oder WhatsApp. Ich stelle Fragen, du stellst Fragen. Kein Verkaufsgespräch.
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2
Vergleich & Empfehlung
Ich zeige dir zwei bis drei passende Tarife, rechne die Beiträge durch und zeige dir die Unterschiede, auf die es im Leistungsfall ankommt.
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3
Abschluss & laufende Betreuung
Wenn es passt, übernehme ich den Antrag. Danach bleibe ich dein Ansprechpartner — bei Anpassungen, bei Fragen und im Schadenfall.
Häufige Fragen
Ab wann bekomme ich Krankengeld von meiner gesetzlichen Kasse?
In der Regel ab dem 43. Tag, also nach sechs Wochen Lohnfortzahlung durch deinen Arbeitgeber. Als Selbstständiger mit Wahltarif richtet sich der Beginn nach deinem gewählten Tarif.
Wie lange zahlt das Krankengeld der Kasse?
Maximal 78 Wochen innerhalb von drei Jahren für dieselbe Krankheit. Danach endet die Zahlung — spätestens dann beginnt die Frage nach Erwerbsminderungsrente oder Berufsunfähigkeit.
Was ist die „Krankengeld-Lücke“?
Das Krankengeld beträgt höchstens 90 % deines Nettoeinkommens, in der Praxis oft weniger. Die Differenz zu deinem gewohnten Netto ist die Lücke — genau die kann ein privates Krankentagegeld schließen.
Ist Krankentagegeld steuerfrei?
Ja, Leistungen aus einer privaten Krankentagegeldversicherung sind steuerfrei. Das gesetzliche Krankengeld ist ebenfalls steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt und erhöht deinen Steuersatz auf dein übriges Einkommen.
Muss ich eine Gesundheitsprüfung ausfüllen?
Für private Tarife: ja. Je ehrlicher und vollständiger du die Fragen beantwortest, desto sicherer ist die Leistung später. Ich helfe dir beim Formulieren, damit nichts übersehen wird.
Kann ich die Höhe später anpassen?
In privaten Tarifen meist ja — über sogenannte Nachversicherungsgarantien ohne erneute Gesundheitsprüfung, wenn dein Einkommen steigt, du heiratest oder ein Kind bekommst.
Was ist bei Heilberufen besonders zu beachten?
Die Kombination aus Krankentagegeld und Praxisausfall muss zusammen gedacht werden: Krankentagegeld sichert dein persönliches Einkommen, Praxisausfall deine laufenden Praxiskosten (Miete, Personal, Leasing). Doppelabdeckung gleicher Tage ist zu vermeiden, unzureichende Höhen ebenso.
Was ist die Karenzzeit — und welche passt zu mir?
Die Karenzzeit ist die Zeit zwischen Beginn deiner Arbeitsunfähigkeit und dem Tag, ab dem die Versicherung zahlt. Bei Angestellten liegt sie typisch bei 42 Tagen (nach der sechs-Wochen-Lohnfortzahlung). Selbstständige können sie deutlich kürzer wählen — z. B. ab dem 15., 22. oder 29. Tag. Je kürzer die Karenzzeit, desto höher der Beitrag. Der richtige Wert hängt davon ab, wie lange du selbst aus eigener Liquidität überbrücken kannst.
Gibt es Wartezeiten?
Ja. Standardmäßig gilt eine allgemeine Wartezeit von 3 Monaten ab Versicherungsbeginn. Für bestimmte Bereiche (Entbindung, Psychotherapie, Zahn- und Kieferbehandlung) gibt es besondere Wartezeiten von bis zu 8 Monaten. Bei Unfällen entfallen die Wartezeiten komplett. Einige Versicherer verkürzen Wartezeiten in den besonderen Bedingungen — das ist einer der Punkte, die wir bei der Tarifauswahl konkret vergleichen.
Was passiert bei Kur oder Reha?
Das ist ein Punkt, der oft übersehen wird: Viele Tarife zahlen während einer Kur- oder Reha-Maßnahme kein Krankentagegeld, obwohl du faktisch nicht arbeiten kannst. Es gibt aber Tarife mit „Kurklausel“, die hier Leistungen vorsehen. Gerade für Heilberufe und Selbstständige ein wichtiges Vergleichskriterium.
Was ist mit Mutterschutz?
Während der gesetzlichen Mutterschutzfristen (6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt) zahlt der Krankentagegeld-Versicherer bei Verdienstausfall das vereinbarte Tagegeld. Mutterschaftsgeld oder Elterngeld werden allerdings angerechnet. Das ist für selbstständige Frauen ein wichtiger Baustein — wir sprechen das im Einzelgespräch durch.
Was ist die Alkoholklausel?
Standardmäßig zahlen Krankentagegeld-Versicherer nicht, wenn die Arbeitsunfähigkeit Folge eines Unfalls oder einer Erkrankung ist, die auf Alkoholkonsum zurückgeht. Einige Versicherer haben hier weichere Bedingungen als andere — auch das gehört in den Tarifvergleich.
Bist du auch für Betriebsversicherungen zuständig?
Für persönliche Absicherung von Unternehmern — Krankentagegeld, BU, Altersvorsorge, Edelmetalle — bin ich dein Ansprechpartner. Bei klassischen Betriebsversicherungen (Handwerk, Produktion, Gastronomie) entscheide ich nach einem kurzen Gespräch, ob ich das selbst begleite oder an einen Spezialisten verweise.
Lass uns kurz reden.
Ein 15-Minuten-Gespräch reicht oft, um die richtige Richtung für dich zu finden. Kein Vertrag, kein Druck — nur Klarheit.